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Ideenwettbewerb "Mettefeld"

Suchet der Stadt Bestesdenn, wenn es ihr wohl geht, so geht es euch auch wohl! Jeremia 29,7

Der biblische Satz vom Propheten Jeremia ging im 6. Jahrhundert v. Chr. an die exilierten Israeliten, die im fernen Babylon unschlüssig waren, wie sie sich verhalten sollten. Ausharren in Exilstarre, oder sich niederlassen und  in der Fremde „weiterleben“?  Also: Familien gründen, Häuser bauen, Gärten anlegen? 

Wir stellen fest: Was denn der „Stadt Bestes“ ist, wird bis zum heutigen Tag  bekanntlich von den jeweils unterschiedlichen Perspektiven der Betrachter sehr differenziert beurteilt.

„Suchet der Stadt Bestes!“ – der Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Rudow hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Frage nach der Zukunft des Ackerstückes Mettefeld unweit des Kirchhofs der Gemeinde im Ostburger Weg nachzudenken.  Auch die wachsende Wohnungsnot und steigende Mieten in dieser Stadt ließen ein „anderes“ Licht auf dieses Stückchen Erde fallen. Wiederholt schon war die Gemeindeleitung mit dem Interesse potentieller Eigenheimbesitzer nach Grundstücken konfrontiert.  Der Gemeindekirchenrat nahm sich erst einmal Zeit. Schließlich ist es eine große Aufgabe für eine jede Kirchengemeinde, den ihr anvertrauten Besitz gut zu verwalten. Es sollte nicht vorschnell die Möglichkeit einer Bebauung des sog. „Mettefeldes“ zur einzigen Lösung erklärt werden. Auch der schöpfungstheologische Aspekt, das Feld als Grünzug inmitten all der Bebauungen zu erhalten, war und ist von Relevanz.

„Suchet der Stadt Bestes!“ Also wollte man sich auf die Suche begeben und gründete einen Arbeitskreis.

Zusammen mit beratenden Experten des Kirchlichen Verwaltungsamtes des Kirchenkreises Neukölln, mit Vertretern der Initiative „Rettet Rudows Felder“ und mit Abgeordneten des Gemeindekirchenrates wurde die sogenannte 'AG Mettefeld' gegründet.

Nach einem sich über mehrere Jahre hinziehenden Diskussionsprozess dieser Arbeitsgruppe – flankiert von Gesprächen mit dem Bezirksamt und der Berliner Architektenkammer - beschloss die Gemeindeleitung einen „Städtebaulichen Ideenwettbewerb“ auszuschreiben und dafür auch Geld in die Hand zu nehmen.

Wie schon der Titel verrät, geht es bei dem Prozess daum, neue Ideen für mögliche Gestaltungen oder Bebauungen zu gewinnen. Es geht nicht um angestrebte Realisierungen, dann hätte die Gemeinde einen Realisierungswettbewerb anschieben müssen. 

Am 25. März diesen Jahres nun fand der Städtebauliche Ideenwettbewerb in einem  - coronabedingt digitalen - insgesamt zwölfstündigen Preisgericht seinen Abschluss. Namhafte Fach- und Sachpreisrichter, das diesen Prozess seit einigen Jahren begleitende Planungsbüro „gruppeplanwerk“ und Vertreter der Gemeinde nahmen daran teil, bis am Ende von den insgesamt 6 Wettbewerbsbeiträgen 3 ausgewählt wurde. Ein erster, zweiter und dritter Preis wurde ausgelobt.

Nachdem die Mitglieder des Gemeindekirchenrates sich mit den Ergebnissen dieses Wettbewerbes vertraut machen konnten, wird nun in einem nächsten Schritt endlich der Öffentlichkeit von interessierten Gemeindegliedern, Anwohner*innen und städtebaulich Interessierten die Möglichkeit gewährt, sich zu informieren.

Eine Ausstellung im Gemeindehaus an der Dorfkirche im Foyer zeigt die Pläne der Bewerber in diesem Wettbewerb und die drei Preisträger.

Anbei als Download die Ideen als Pläne:

6001 (3.Preis)  Teil 1   Teil2

6002  Teil 1  Teil 2

6003 (2.Preis)  Teil 1  Teil 2

6004  Teil 1  Teil 2

6005  Teil 1  Teil 2

6006 (1.Preis)  Teil 1  Teil 2